Open-Air Kino: „ACH, DIESE LÜCKE, DIESE ENTSETZLICHE LÜCKE“

Open-Air Kino: „ACH, DIESE LÜCKE, DIESE ENTSETZLICHE LÜCKE“

Nach der Tragikomödie WANN WIRD ES ENDLICH SO, WIE ES NIE WAR (2023), die Joachim Meyerhoffs Kindheit in einer Psychiatrie thematisiert, schafft es nun der nächste Roman aus der erfolgreichen autobiografischen Buchreihe auf die Leinwand. Mit ACH, DIESE LÜCKE, DIESE ENTSETZLICHE LÜCKE begleiten wir unter der Regie von Simon Verhoeven (WILLKOMMEN BEI DEN HARTMANNS) Bestsellerautor Joachim Meyerhoff, gespielt von Bruno Alexander (DIE DISCOUNTER), in seinen Jahren als junger Erwachsener – eine Phase, die er bei seinen eigenwilligen Großeltern verbringt und an der Otto-Falckenberg-Schule, Akademie für darstellende Kunst in München.

Der Titel dürfte einigen bekannt vorkommen: Ursprünglich aus Goethes „Werther“ entnommen, steht diese „Lücke“ in Meyerhoffs Erzählung als Metapher für die Leere, die der plötzliche Tod seines Bruders hinterlassen hat, und für die Suche nach Identität. So ist auch das, was Joachim als junger Erwachsener erlebt, etwas, das viele kennen: sich verloren zu fühlen, nach Zugehörigkeit zu suchen und zugleich Unabhängigkeit zu erlangen. Der Film spielt dabei auf die einfachsten menschlichen Gefühle an – gekonnt, gezielt und über die volle Bandbreite hinweg, auf eine sehr liebe- und humorvolle Art.

Obwohl Joachim eher still und in sich gekehrt ist und die Welt vor allem beobachtet, entscheidet er sich kurzerhand, Schauspieler zu werden. Seine verdutzten Eltern (auch hier wieder von Devid Striesow und Laura Tonke verkörpert) sind von diesem Plan nicht unbedingt begeistert, zugleich aber froh, dass ihr Sohn Lebenswillen zeigt. Seine Oma Inge hingegen ist Schauspielerin durch und durch und war selbst als Lehrerin an der Otto-Falckenberg-Schule tätig. Überspitzt verkörpert von Senta Berger, wirkt bei Inge jeder Satz wie eine Performance – eigen, elegant, aus der Zeit gefallen. Sein Opa Hermann (Michael Wittenborn) ist eher von der stillen Sorte, ein Philosoph, der die Vormittage in seine Schriften versunken verbringt.

So zieht Joachim zu seinen Großeltern in ihr großes Haus, das sich seit seiner Kindheit kaum verändert hat. Inge und Hermann führen eine eigene, aber sehr liebevolle Ehe mit festen Ritualen und einem Lebensstil, der sich deutlich von dem der jungen Generation unterscheidet. Wir sehen sie durch Joachims Augen: wie er ihre Eigenarten schon als Kind faszinierend fand und auch im Alter gerne Zeit mit ihnen verbringt. Zugleich zeigt der Film, wie unheimlich das Älterwerden sein kann und wie der Tod wie ein Schatten im Dunkeln lauert – und trotzdem plötzlich eintritt.

An der Schauspielschule, an der Joachim wider Erwarten aufgenommen wird, scheint man etwas in ihm zu sehen. Doch er muss lernen, loszulassen, seine Wut auf die Welt zu verwandeln und in etwas Künstlerisches zu überführen. Immer wieder gerät er mit Lehrer:innen aneinander, die von bekannten Schauspieler:innen verkörpert werden (u. a. Katharina Stark und Karoline Herfurth). Gleichzeitig beobachtet Joachim mit Freude die Entwicklungen seiner Kommiliton:innen, wodurch auch das Theater selbst in den Fokus rückt.

Die Zeit vergeht, und Joachim lernt sich selbst und seine Stärken besser kennen. Vermutlich ist es genau diese Phase, die ihn zu dem Autor formte, der er heute ist. Simon Verhoeven schafft dabei eine Balance zwischen Tragik und Komik. Immer wieder wird deutlich, dass es nicht nur um Joachim geht, sondern auch um die Menschen um ihn herum, die ihre eigenen Krisen zu bewältigen haben. Am Ende steht ein Film darüber, wie das Leben manchmal spielt: mit Witz und mit Momenten, die fast jedem ein Tränchen entlocken können.

In unserer Reihe „Look Twice“  zeigen wir noch einmal , die erste  Verfilmung aus Joachim Meyerhoffs mehrteiliger autobiografischer Romanreihe “Alle Toten fliegen hoch”.


Die Düsseldorfer Filmkunstkinos sind zu Gast im VierLinden Open-Air. Gegen Abend, bei einsetzender Dunkelheit, wird die moderne Leinwand aufgepumpt. Genießen Sie nach Sonnenuntergang das einmalige Gefühl von Open Air Kino im gemütlichen Ambiente im Südpark. Ausgesuchte Top–Filme unter sternklarem Sommerhimmel!

Wir spielen übrigens bei „fast“ jedem Wetter: Ausnahmen sind Dauerregen und Gewitter- und Unwetterwarnung. Da ist uns die Sicherheit der Gäste wichtiger.

In diesen Zweifelsfällen informieren Sie sich bitte unter Tel.: 0211 / 7213134 oder ab 18.00 Uhr im Metropol (0211 / 349709).

Einlass: ab 19 Uhr
Filmbeginn: ca. 21.30 Uhr 

EINTRITT:
Regulär: 13,00 Euro auf allen Plätzen
Ermäßigt: 11,00 Euro mit dem Gilde–Pass. (Es gibt keine weiteren Ermäßigungen neben dem Gilde-Pass.)

Aufpreis bei Überlänge:

ab 130 Min. 0,50 Euro
ab 140 Min. 1,00 Euro
ab 150 Min. 1,50 Euro
ab 165 Min. 2,00 Euro
ab 180 Min. 2,50 Euro

TICKETS und Filmbeschreibungen inkl. Trailer aller Filme: www.filmkunstkinos.de

Open-Air Kino: „SEGELJUNGS – Mit null Ahnung um die Welt“ mit Gast (Regisseur: Tim Hund)

Ganz nach dem Motto „Einfach machen“, erfüllen sich vier Jungs einen Traum: nach der Schule einmal um die ganze Welt! Aber nicht über Straßen juckeln in irgendeinem Van oder schlichtes Backpacking. Nein, Segeln soll es sein.

Tim, Vince, Michi und Tom aus Bad Tölz im bayrischen Oberland stürzen sich ohne jede Segelerfahrung in das Abenteuer ihres Lebens. Sie möchten Ozeane überqueren, das Leben genießen und sich einfach etwas trauen.
Voller Naivität, mit wenig Geld aber enormer Willenskraft und unfassbarem Urvertrauen: „Wird schon.“ Also: Jobben, Boot kaufen und einfach los.
Von der Ostsee über die Nordsee und den Atlantik in die Karibik, weiter in den Pazifik und die Südsee, über Asien in den Indischen Ozean und durchs Rote Meer zurück nach Europa. Die Route steht grob fest, mehr Plan braucht es nicht. Denn das eigentliche Ziel ist die Reise selbst: „Meer haben vom Leben, Freiheit, Freundschaft, Entdeckergeist, Selbstfindung, Erwachsen werden – ohne den ganzen gesellschaftlichen Druck“. Die sympathischen Jungs aus dem tiefsten Bayern legen ab, um die Weltmeere zu erobern und segeln dabei (so ganz nebenbei) auch zu sich selbst.

Eindrücke von der Premiere im Bambi gibt es hier (klick).


Die Düsseldorfer Filmkunstkinos sind zu Gast im VierLinden Open-Air. Gegen Abend, bei einsetzender Dunkelheit, wird die moderne Leinwand aufgepumpt. Genießen Sie nach Sonnenuntergang das einmalige Gefühl von Open Air Kino im gemütlichen Ambiente im Südpark. Ausgesuchte Top–Filme unter sternklarem Sommerhimmel!

Wir spielen übrigens bei „fast“ jedem Wetter: Ausnahmen sind Dauerregen und Gewitter- und Unwetterwarnung. Da ist uns die Sicherheit der Gäste wichtiger.

In diesen Zweifelsfällen informieren Sie sich bitte unter Tel.: 0211 / 7213134 oder ab 18.00 Uhr im Metropol (0211 / 349709).

Einlass: ab 19 Uhr
Filmbeginn: ca. 21.30 Uhr 

EINTRITT:
Regulär: 13,00 Euro auf allen Plätzen
Ermäßigt: 11,00 Euro mit dem Gilde–Pass. (Es gibt keine weiteren Ermäßigungen neben dem Gilde-Pass.)

Aufpreis bei Überlänge:

ab 130 Min. 0,50 Euro
ab 140 Min. 1,00 Euro
ab 150 Min. 1,50 Euro
ab 165 Min. 2,00 Euro
ab 180 Min. 2,50 Euro

TICKETS und Filmbeschreibungen inkl. Trailer aller Filme: www.filmkunstkinos.de

Open-Air Kino: „BUGONIA“

Open-Air Kino: „BUGONIA“

Yorgos Lanthimos schmiedet das Eisen, solange es heiß ist. Seit dem phänomenalen Erfolg mit POOR THINGS dreht er Hollywood-Filme im Jahresrhythmus. Die Finanzierung scheint kein Problem mehr zu sein und seine Lieblings-Darstellerin Emma Stone ist auch immer dabei.

Die sorgte für Gesprächsstoff auf dem Lido, als sie auf die Frage, ob sie an Aliens glaube, scherzhaft antwortete: “‘Die Idee, dass wir allein sind, halte ich für eine ziemlich narzisstische Sache.” Sie ergänzte, dass sie die Theorien des amerikanischen Astronomen Carl Sagan liebe. Emma Stone spielt Don Michelle, eine mächtige CEO eines amerikanischen Unternehmens. Ihr Widersacher, der Imker, Darknet-Aktivist und Verschwörungstheoretiker Teddy (Jesse Plemons) glaubt nicht nur an Aliens, sondern ist sich sicher, dass Don Michelle ein solches ist und macht sie für das Bienensterben verantwortlich. Doch er glaubt, dass sie noch weit Böseres im Sinn hat. So überredet er seinen etwas debilen Cousin Don, das so übermächtige außerirdische Wesen zu entführen. Das gelingt zwar, aber was dann folgt, ist Chaos pur, ein Spektakel mit merkwürdigen Wendungen, explosiver Gewalt, Ausbrüchen von Slapstick und satirische Seitenhieben en masse. Wenn Lanthimos dabei gelegentlich die Story aus den Augen verliert, macht das gar nichts, denn es ist ein Vergnügen, Emma Stone und Jesse Plemons bei diesem durchgeknallten Höllenritt zuzusehen.


Die Düsseldorfer Filmkunstkinos sind zu Gast im VierLinden Open-Air. Gegen Abend, bei einsetzender Dunkelheit, wird die moderne Leinwand aufgepumpt. Genießen Sie nach Sonnenuntergang das einmalige Gefühl von Open Air Kino im gemütlichen Ambiente im Südpark. Ausgesuchte Top–Filme unter sternklarem Sommerhimmel!

Wir spielen übrigens bei „fast“ jedem Wetter: Ausnahmen sind Dauerregen und Gewitter- und Unwetterwarnung. Da ist uns die Sicherheit der Gäste wichtiger.

In diesen Zweifelsfällen informieren Sie sich bitte unter Tel.: 0211 / 7213134 oder ab 18.00 Uhr im Metropol (0211 / 349709).

Einlass: ab 19 Uhr
Filmbeginn: ca. 21.30 Uhr 

EINTRITT:
Regulär: 13,00 Euro auf allen Plätzen
Ermäßigt: 11,00 Euro mit dem Gilde–Pass. (Es gibt keine weiteren Ermäßigungen neben dem Gilde-Pass.)

Aufpreis bei Überlänge:

ab 130 Min. 0,50 Euro
ab 140 Min. 1,00 Euro
ab 150 Min. 1,50 Euro
ab 165 Min. 2,00 Euro
ab 180 Min. 2,50 Euro

TICKETS und Filmbeschreibungen inkl. Trailer aller Filme: www.filmkunstkinos.de

FÄLLT LEIDER AUS -> Open-Air Kino: „SOMMER AUF ASPHALT“ -> ERÖFFNUNGSFILM

Leider macht uns das Wetter heute einen Strich durch die Rechnung: Das Open-Air-Kino kann heute Abend nicht stattfinden. Wir sind genauso enttäuscht wie ihr, aber die Wetterbedingungen lassen eine Durchführung leider nicht zu. Vielen Dank für euer Verständnis – wir freuen uns darauf, euch bald wieder bei uns begrüßen zu dürfen! 🌧️🎬


Open-Air Kino: „SOMMER AUF ASPHALT“

Heiße Reifen in der Großstadt: Mala Emde und Christoph Maria Herbst als wunderbares Vater/Tochter-Gespann in der Welt der Fahrradkuriere. Eine warmherzige Sommerkomödie mit Tiefgang und Tempo.

Die Endzwanzigerin Les lebt sorglos in den Tag hinein. Ihre Kollegen beim Fahrradkurierdienst sind ihre Familie, tagsüber geben sie Vollgas und abends hängen sie zusammen ab. Hin und wieder eine kleine Affäre, ansonsten zählt für sie nur ihr heiliges Bike. Bis auf einmal ihr Vater Bert auf der Matte steht, mit dem sie sonst nicht viel zu tun hat. Während sie sich noch fragt, was er hier will, bricht sie sich bei einem Unfall den Arm und fällt für eine Weile aus. Kurzentschlossen springt Bert für sie ein, obwohl er sowas noch nie gemacht hat. Gleichzeitig erfährt Les, dass sie schwanger ist und Bert nicht mehr lange zu leben hat. Höchste Zeit, erwachsen zu werden, oder zumindest darüber nachzudenken…

Es ist eine Wohltat, Christoph Maria Herbst mal wieder in einer (halbwegs) ernsten Rolle zu sehen, in diesem Fall als vielleicht etwas überbehütendem, ansonsten aber durchaus liebenswerten Vater. Mala Emde (KÖLN 75) glänzt daneben gereift in der Hauptrolle als überzeugende Tochter von heute mit zeitgeistig unklischiertem Lebensentwurf, ihre schrillen Kollegen sorgen für liebevolle Situationskomik. Große Themen, verhandelt in einer ganz eigenen kleinen Welt.


Die Düsseldorfer Filmkunstkinos sind zu Gast im VierLinden Open-Air. Gegen Abend, bei einsetzender Dunkelheit, wird die moderne Leinwand aufgepumpt. Genießen Sie nach Sonnenuntergang das einmalige Gefühl von Open Air Kino im gemütlichen Ambiente im Südpark. Ausgesuchte Top–Filme unter sternklarem Sommerhimmel!

Wir spielen übrigens bei „fast“ jedem Wetter: Ausnahmen sind Dauerregen und Gewitter- und Unwetterwarnung. Da ist uns die Sicherheit der Gäste wichtiger.

In diesen Zweifelsfällen informieren Sie sich bitte unter Tel.: 0211 / 7213134 oder ab 18.00 Uhr im Metropol (0211 / 349709).

Einlass: ab 19 Uhr
Filmbeginn: ca. 21.30 Uhr 

EINTRITT:
Regulär: 13,00 Euro auf allen Plätzen
Ermäßigt: 11,00 Euro mit dem Gilde–Pass. (Es gibt keine weiteren Ermäßigungen neben dem Gilde-Pass.)

Aufpreis bei Überlänge:

ab 130 Min. 0,50 Euro
ab 140 Min. 1,00 Euro
ab 150 Min. 1,50 Euro
ab 165 Min. 2,00 Euro
ab 180 Min. 2,50 Euro

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Open-Air Kultur im VierLinden

Liebe Freundinnen und Freunde des Open-Air Vergnügens im VierLinden,

wir begrüßen Euch zum 32. Mal zu einem großartigen Sommer im VierLinden OpenAir!

Spektakuläre Konzerte, lauschige Open Air Kinonächte, Comedy- und Quizabende, Kunst gegen Bares, endlich wieder Forro, Sommersession und natürlich gucken wir auch wieder zusammen Fußball.

Unsere Kooperationspartner sind erneut André Janssen (GoldMucke), Nico Elze (Filmkunstkinos) und Alexander Franck (Kunst gegen Bares), die hinter den Kulissen unermüdlich daran arbeiten, Euch wieder eine unvergessliche Open-Air-Saison im VierLinden zu garantieren.

Euer VierLinden Team

ESSEN & TRINKEN:

Im VierLinden Open Air können Sie gerne Ihr eigenes Essen mitbringen. Der Verzehr mitgebrachter Getränke ist ausdrücklich untersagt!

BEI UNS IST NUR BARZAHLUNG MÖGLICH / CASH ONLY!

VierLinden Open-Air

Open-Air Kino: „DER PINGUIN MEINES LEBENS“

Open-Air Kino: „DER PINGUIN MEINES LEBENS“

Seitdem er seine Tochter bei einem sinnlosen Autounfall verloren hat, schlägt sich der Engländer Tom als Sprachlehrer quer durch Südamerika. Gerade hat er einen neuen Job an einem Jungeninternat in Buenos Aires angenommen. Ein empathischer Lehrer ist er nicht gerade, er geht eher missmutig und grantig durchs Leben, und so ist es kein Wunder, dass er von seiner Klasse nicht akzeptiert wird. Dabei sind die äußeren Umstände ähnlich düster. Als es zum Militärputsch kommt, wird die Schule zwei Wochen geschlossen, um zu schauen, wie es danach weitergehen kann.

Tom fährt mit einem Kollegen nach Uruguay ans Meer, um Frauen-Bekanntschaften zu machen. Als er mit einer jungen Frau nach einem ausgelassenen Tanzabend am Meer entlang flaniert, treffen sie auf ölverschmierte Pinguin-Kadaver. Ein kleiner Pinguin ist sogar noch am Leben, und so nimmt er ihn, um die Frau zu beeindrucken, mit ins Hotel. Dort säubern sie ihn gemeinsam, doch aus der erhofften Liebesnacht wird nichts: Die Frau geht, der Pinguin bleibt.

Am nächsten Morgen schlagen alle Versuche fehl, das Tier wieder auszuwildern. Der Pinguin weicht nicht von Toms Seite und zeigt eine bemerkenswerte Anhänglichkeit. So nimmt er ihn mit zurück nach Argentinien und bekommt ihn sogar über den Zoll, weil der das Tier auch nicht haben will. Er bringt ihn in seiner Lehrerwohnung unter, nachts im Bad tagsüber auf dem Balkon. Doch Haustiere sind verboten und natürlich bleibt der Pinguin nicht lange unentdeckt. Erst die Putzfrau, dann deren Enkelin Sofia und dann auch noch sein Kollege. Alle halten dicht, bis er eines Tages durch die offene Wohnungstür entwischt, und nunmehr das Schulgelände erkundet. Schließlich findet er sein Herrchen in seiner Klasse und künftig bringt Tom das Tier öfter mit in den Unterricht. So gewinnt er das Vertrauen seiner Schüler, die seine Rettungsaktion für das Tier geradezu heldenhaft finden und um ihn füttern zu dürfen, sogar dem Unterricht folgen.

Die Klasse macht erstaunliche Fortschritte, was schließlich auch dem Schulleiter auffällt und er entdeckt auch den Grund für diese überraschende Entwicklung. Er reagiert harsch und verweist sowohl Tom als auch den Pinguin von der Schule, was er aber bald bereut und zurücknimmt. Und so ist der Pinguin bald gut Freund mit allen Bewohner*innen der Schule. Für die Kinder ist er ein fantastischer Spielkamerad und für die Erwachsenen ein guter Zuhörer, dem man durchaus therapeutische Fähigkeiten attestieren kann.

Dem britischen Regisseur Peter Cattaneo (GANZ ODER GAR NICHT) ist mit seinem Feelgood-Movie etwas ganz außergewöhnliches gelungen: Seine märchenhaft Geschichte spielt nämlich zu gruseligen Zeiten: 1973 putscht das Militär in Argentinien und was folgt, ist eine Militärdiktatur, die vielen tausenden Menschen das Leben kosten wird. Cattaneo blendet die Geschichte nicht aus, sondern benutzt sie als Hintergrund für seine harmlose Geschichte. Doch die Verhältnisse schleichen sich immer mehr in seinen Film ein. So wird zum Beispiel Sofia auf offener Straße verhaftet und verschleppt, während ihre Großmutter, wie später die ‘Mütter der Plaza de Mayo’, vor dem Präsidentenpalast demonstriert und nach dem Verbleib ihrer Enkelin fragt. Auch der Schulleiter und Tom selbst bemühen sich um ihre Freilassung, doch als diese endlich von Erfolg gekrönt sind, ist die Sofia längst nicht mehr das hübsche und lebensfrohe Mädchen, das sie einmal war.

So erzählt Cattaneo eine Kindergeschichte in grausamen Zeiten und dabei gelingt es ihm, das Böse nicht zu verschweigen, es aber auch niemals die Oberhand gewinnen zu lassen. Dafür bedient er sich allerhand dramaturgischer Tricks und der Poesie der Vorlage, den Memoiren von Tom Michell, der diese Geschichte selbst erlebt hat.


Die Düsseldorfer Filmkunstkinos sind zu Gast im VierLinden Open-Air. Gegen Abend, bei einsetzender Dunkelheit, wird die moderne Leinwand aufgepumpt. Genießen Sie nach Sonnenuntergang das einmalige Gefühl von Open Air Kino im gemütlichen Ambiente im Südpark. Ausgesuchte Top–Filme unter sternklarem Sommerhimmel!

Wir spielen übrigens bei „fast“ jedem Wetter: Ausnahmen sind Dauerregen und Gewitter- und Unwetterwarnung. Da ist uns die Sicherheit der Gäste wichtiger.

In diesen Zweifelsfällen informieren Sie sich bitte unter Tel.: 0211 / 7213134 oder ab 18.00 Uhr im Metropol (0211 / 349709).

Einlass: ab 19 Uhr
Filmbeginn: ca. 21.30 Uhr 

EINTRITT:
Regulär: 12,00 Euro auf allen Plätzen
Ermäßigt: 10,00 Euro mit dem Gilde–Pass. (Es gibt keine weiteren Ermäßigungen neben dem Gilde-Pass.)

Aufpreis bei Überlänge:

ab 130 Min. 0,50 Euro
ab 140 Min. 1,00 Euro
ab 150 Min. 1,50 Euro
ab 165 Min. 2,00 Euro
ab 180 Min. 2,50 Euro

TICKETS und Filmbeschreibungen inkl. Trailer aller Filme: www.filmkunstkinos.de

Open-Air Kino: „ANORA“

Open-Air Kino: „ANORA“

Das Filmfestival in Cannes überraschte in diesem Jahr mit einer ungewöhnlichen Filmauswahl. So tummelten sich Dokumentarfilme und Genrefilme von Western bis Horror im Wettbewerb, und der Gewinnerfilm war eine Komödie. Auch wenn Komödien für Festivals früher ein No-Go waren – wahrscheinlich weil sie die Filmkunst nicht ernst genug nahmen oder auch umgekehrt – waren in diesem Jahr wenig kritische Stimmen zu hören. ANORA stand das ganze Festival über auf Platz 1 des Bestenlisten von Presse und Publikum.

Für Sean Baker ist es bereits sein achter Spielfilm. Zum ersten Mal in Cannes dabei war er 2017 mit DAS FLORIDA PROJECT, für den er den C.I.C.A.E.-Award gewann und für einen Oscar nominiert wurde. Vor drei Jahren startete er mit RED ROCKET, der von den Eskapaden eines männlichen Pornodarstellers in einer armen Gemeinde in Texas erzählt, im Wettbewerb und im zweiten Anlauf schaffte er nun mit ANORA die Goldenen Palme. Dabei bleibt er seinem Sujet treu. Sein Blick richtet sich auf die Außenseiter der Gesellschaft, gerne auf Sexarbeiter.

Als eine solche versteht sich auch Anora, eine junge Stripperin aus Brooklyn, die die Chance auf ihren sozialen Aufstieg sieht, als sie Ivan, den Sohn eines steinreichen russischen Oligarchen, kennenlernt. Die beiden ziehen von Party zu Party, von Club zu Club, Geld spielt keine Rolle, der Wodka fließt in Strömen und auch im Bett haben sie viel Spass. Soviel Spass, dass jeder Tag eine Wiederholung des vorherigen sein soll. Anora verwechselt das wohl mit Liebe und auch Ivan hat in seinem jungen Leben ein solches Hochgefühl noch nicht kennengelernt. Kurzerhand mieten sie einen Privatjet und düsen nach Las Vegas, um ihre Verbindung amtlich zu machen.

Das allerdings ruft Ivans Eltern im fernen Moskau auf den Plan, ein Flittchen als Erbfolgerin, das passt der Mutter von Ivan gar nicht und der Vater hat seine Mittelsmänner schon auf die beiden angesetzt, die sie zurück in New York in Hausarrest nehmen sollen. Doch das fällt den beiden Bodyguards gar nicht so leicht, denn Anora entwickelt ungeahnte Kräfte, wenn es darum geht, ihren Lebenstraum zu verteidigen. Zwei Bodyguards reichen da nicht. Ivan wird dagegen deutlich ruhiger, dämmert ihm doch allmählich, dass die Zeit in New York ihm von seinem Vater aus Großzügigkeit gewährt wurde, um sich die Hörner abzustoßen. Im nächsten Monat soll er in die väterliche Firma eintreten und den Ernst des Lebens spüren.

Während die beiden Aufpasser das junge Pärchen im Familien-Loft arretieren, treffen endlich die Eltern ein, und nun stoßen Anora und Ivans Mutter aufeinander. Dagegen ist männlich Grobheit und Gewalt gar nichts, und Anoras Kampf um ein möglichst großes Stück vom Kuchen wird umso vehementer, je aussichtsloser er erscheint.

Eigentlich ist es eine Cinderella-Geschichte, die uns Baker da vorsetzt und ältere Semester fühlen sich wahrscheinlich an PRETTY WOMAN erinnert. Mit dem Unterschied, dass Baker all den Kitsch mit Tempo, Lebensfreude und Ekstase ersetzt. Seine Feelgood-Komödie lebt nicht nur vom jugendlichen Alter seiner Protagonisten, sondern auch von ihrem Lebenshunger und ihrer Bereitschaft, ihr Glück hier und jetzt zu genießen, ohne über irgendwelche Folgen nachzudenken. Das macht ANORA zu einem Crowdpleaser allererster Güte, denn wer von uns würde nicht auch gerne eine solche Liebesaffäre erleben. So unglaublich das Treiben manchmal ist, so nüchtern gelingt es Baker, den Film wieder auf den Boden der Tatsachen herunterzuholen, und so hat man, Cinderella hin oder her, nie das Gefühl, ein Märchen gesehen zu haben.


Die Düsseldorfer Filmkunstkinos sind zu Gast im VierLinden Open-Air. Gegen Abend, bei einsetzender Dunkelheit, wird die moderne Leinwand aufgepumpt. Genießen Sie nach Sonnenuntergang das einmalige Gefühl von Open Air Kino im gemütlichen Ambiente im Südpark. Ausgesuchte Top–Filme unter sternklarem Sommerhimmel!

Wir spielen übrigens bei „fast“ jedem Wetter: Ausnahmen sind Dauerregen und Gewitter- und Unwetterwarnung. Da ist uns die Sicherheit der Gäste wichtiger.

In diesen Zweifelsfällen informieren Sie sich bitte unter Tel.: 0211 / 7213134 oder ab 18.00 Uhr im Metropol (0211 / 349709).

Einlass: ab 19 Uhr
Filmbeginn: ca. 21.30 Uhr 

EINTRITT:
Regulär: 12,00 Euro auf allen Plätzen
Ermäßigt: 10,00 Euro mit dem Gilde–Pass. (Es gibt keine weiteren Ermäßigungen neben dem Gilde-Pass.)

Aufpreis bei Überlänge:

ab 130 Min. 0,50 Euro
ab 140 Min. 1,00 Euro
ab 150 Min. 1,50 Euro
ab 165 Min. 2,00 Euro
ab 180 Min. 2,50 Euro

TICKETS und Filmbeschreibungen inkl. Trailer aller Filme: www.filmkunstkinos.de

Open-Air Kino: „WUNDERSCHÖNER“

Open-Air Kino: „WUNDERSCHÖNER“

Die Fortsetzung der episodisch erzählten, dramatischen Komödie WUNDERSCHÖN von Regisseurin Karoline Herfurth begleitet viele der liebgewonnenen Figuren aus dem ersten Teil auf ihrem weiteren Weg zu sich selbst. Im Mittelpunkt stehen dabei fünf Frauen, die ihr Leben und ihren Selbstwert nicht länger danach ausrichten wollen, begehrenswert zu sein. Hauptsache sexy – egal, ob dünn, dick, welche Hautfarbe, jung, alt, wir können alle ganz divers sexy sein.

Nadine (Anneke Kim Sarnau) tut wirklich alles dafür, auch mit 50 noch jung, straff und sexy zu sein. Trotzdem landet ihr Mann bei einer Prostituierten und lässt Nadine in eine schwere Lebenskrise stürzen. Was hat die, was sie nicht (mehr) hat? Ihre gemeinsame Tochter Lilly (Emilia Packard) muss sich derweil von Lehrerin Vicky (Nora Tschirner) langweilige Vorträge über die Unsichtbarkeit von Frauen in der Geschichte anhören und sich der Frage stellen, ob sie sagen kann, was sie NICHT will. Überraschend isoliert fühlt sich auch Julie (Emilia Schüle) an ihrem neuen Arbeitsplatz als Aufnahmeleiterin einer TV-Show. Konfrontiert mit einem übergriffigen Arbeitskollegen nehmen ihre Selbstzweifel schnell überhand – ist sie vielleicht tatsächlich zu schwierig, zickig und empfindlich?

Denn selbst als Julie laut wird, möchte irgendwie niemand etwas hören. Einander zuhören fällt mittlerweile auch Sonja (Karoline Herfurth) und ihrem Partner schwer, die inzwischen getrennt leben. Das Scheitern ihrer Beziehung und die Suche nach einer gemeinsamen Sprache versuchen sie in der Familientherapie zu managen – doch als Sonja herausfindet, dass Milan eine andere Frau datet, trifft sie das hart. Aus Angst davor, als oller Rest übrig zu bleiben, probiert sie sich ebenfalls im Dating und merkt dabei schnell, dass sie etwas ganz anderes braucht.


Die Düsseldorfer Filmkunstkinos sind zu Gast im VierLinden Open-Air. Gegen Abend, bei einsetzender Dunkelheit, wird die moderne Leinwand aufgepumpt. Genießen Sie nach Sonnenuntergang das einmalige Gefühl von Open Air Kino im gemütlichen Ambiente im Südpark. Ausgesuchte Top–Filme unter sternklarem Sommerhimmel!

Wir spielen übrigens bei „fast“ jedem Wetter: Ausnahmen sind Dauerregen und Gewitter- und Unwetterwarnung. Da ist uns die Sicherheit der Gäste wichtiger.

In diesen Zweifelsfällen informieren Sie sich bitte unter Tel.: 0211 / 7213134 oder ab 18.00 Uhr im Metropol (0211 / 349709).

Einlass: ab 19 Uhr
Filmbeginn: ca. 21.30 Uhr 

EINTRITT:
Regulär: 12,00 Euro auf allen Plätzen
Ermäßigt: 10,00 Euro mit dem Gilde–Pass. (Es gibt keine weiteren Ermäßigungen neben dem Gilde-Pass.)

Aufpreis bei Überlänge:

ab 130 Min. 0,50 Euro
ab 140 Min. 1,00 Euro
ab 150 Min. 1,50 Euro
ab 165 Min. 2,00 Euro
ab 180 Min. 2,50 Euro

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Open-Air Kino: „MICKEY 17“

Open-Air Kino: „MICKEY 17“

In Bong Joon-hos erstem Film nach seinem Palmen- und Oscargewinner PARASITE spielt Robert Pattinson Mickey Barnes, der nur weg will von der Erde und deshalb als so genannter Expendable auf einem Raumschiff anheuert, das sich auf gefährliche Erkundungsmissionen auf unerforschte Planeten begibt. Mickey unterstützt die Crew, indem er besonders gefährliche Jobs übernimmt, denn er hat einen Vorteil, er ist ersetzbar. Wenn er bei einem seiner Jobs umkommt, wird einfach ein neuer Klon erzeugt, der seine bisherigen Erinnerungen hat und die Arbeit nahtlos fortsetzen kann.

Der Film erzählt uns die Geschichte von Mickey 17. Seine Vorgänger hatten oft nur ein kurzes Leben, einige wurden nicht einmal einen Tag alt, und für Mickey 17 sieht es gerade auch nicht gut aus. Bei der Erkundung des Eisplaneten Niflheim ist er in eine Gletscherspalte gestürzt. Eine aufwändige Rettungsaktion lohnt sich nicht, und so wird er kurzerhand für tot erklärt und mit der Produktion von Mickey 18 begonnen. Doch Mickey 17 ist nicht tot, im Gegenteil, er wird von den Bewohnern des Eisplaneten gerettet. Die sehen aus wie eine Mischung aus überdimensionalen Kellerasseln und deformierten Gürteltieren, scheinen aber friedlich und von freundlichem Charakter zu sein. So geschieht das, was niemals hätte geschehen dürfen. Zwei Klone von Mickey leben gleichzeitig. Dass das nicht sein darf, ist ein Weltraumgesetz und der Fortgang des Films wird zeigen, warum.

Es dauert nicht lange, bis #17 und #18 aufeinandertreffen und es ist beiden klar, dass auf einen von ihnen der Recycler wartet, doch Mickey 17 will noch nicht sterben. Er hat sich gerade erst in die attraktive Nasha verliebt, die auch gar nicht abgeneigt scheint, als sich auch Mickey 18 zum Schäferstündchen einfindet. So sehr sich die beiden Klone ähneln, so sehr unterscheiden sie sich im Charakter. Während Mickey 17 etwas naiv und ängstlich anmutet, ist Mickey 18 ein berechnender Opportunist und Draufgänger, der stets seinen eigenen Vorteil sucht. Doch die beiden haben gar keine Zeit, aneinander zu geraten, denn der selbstherrliche Kommandant des Raumschiffes trachtet nicht nur ihnen nach dem Leben, sondern hat sich gleich mit den Alien-Insekten angelegt. Er will sie alle vergasen, während seine Frau schon damit experimentiert, aus ihnen eine delikate Soße zu machen.

Bong Joon-ho inszeniert sein Weltraummärchen als Feuerwerk von Assoziationen. So erinnert die Kolonisierung an AVATAR, der Kampf gegen die Alien-Insekten an DUNE, manchmal auch an MARS ATTACKS, während Mickey 17s naive Art an PINOCCHIO und der Kommandant in Aussehen und Attitüde an Donald Trump und in seinem Größenwahn an Elon Musk erinnern. Die Satire auf den amerikanischen Kolonialismus ist ein Ritt quer durch alle Genres. Besonders stolz ist Bong auf seine Liebesgeschichte. “Ich habe noch nie einen Liebesfilm gedreht”, erzählte er in Berlin. Dabei habe er gar kein Lieblingsgenre, sondern er würde am liebsten jedes Genre mal bedienen, und wer weiß, vielleicht wird ja sein nächster Film ein Liebesfilm. Für Robert Pattinson waren die Dreharbeiten ein Mordsspaß, gleich zwei Charaktere zu spielen, und bei Mickey 18 durfte er sich so richtig austoben: “Ich liebe es, in einer Rolle gleich von Null auf Hundert Gas geben zu dürfen.” Auf dem Podium der Pressekonferenz bestätigten alle fünf Schauspieler:innen, die anwesend waren, dass es eine Ehre für sie gewesen sei, mit Bong zu drehen und niemand hätte gezögert, seine Rolle zuzusagen, manche hätten nicht einmal das Drehbuch gelesen. “Bong ist derzeit der Mount Rushmore unter den Regisseuren.” fasste Robert Pattinson die Euphorie zusammen.

Zum Start von MICKEY 17 zeigen wir noch einmal alle Kinofilme von Bong Joon Ho! (klick)


Die Düsseldorfer Filmkunstkinos sind zu Gast im VierLinden Open-Air. Gegen Abend, bei einsetzender Dunkelheit, wird die moderne Leinwand aufgepumpt. Genießen Sie nach Sonnenuntergang das einmalige Gefühl von Open Air Kino im gemütlichen Ambiente im Südpark. Ausgesuchte Top–Filme unter sternklarem Sommerhimmel!

Wir spielen übrigens bei „fast“ jedem Wetter: Ausnahmen sind Dauerregen und Gewitter- und Unwetterwarnung. Da ist uns die Sicherheit der Gäste wichtiger.

In diesen Zweifelsfällen informieren Sie sich bitte unter Tel.: 0211 / 7213134 oder ab 18.00 Uhr im Metropol (0211 / 349709).

Einlass: ab 19 Uhr
Filmbeginn: ca. 21.30 Uhr 

EINTRITT:
Regulär: 12,00 Euro auf allen Plätzen
Ermäßigt: 10,00 Euro mit dem Gilde–Pass. (Es gibt keine weiteren Ermäßigungen neben dem Gilde-Pass.)

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ab 130 Min. 0,50 Euro
ab 140 Min. 1,00 Euro
ab 150 Min. 1,50 Euro
ab 165 Min. 2,00 Euro
ab 180 Min. 2,50 Euro

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Open-Air Kino: „THE OUTRUN“

Open-Air Kino: „THE OUTRUN“

Auf der diesjährigen Berlinale ragte der lang erwartete Nachfolger der “Systemsprenger“-Regisseurin Nora Fingscheidt über die thematisch interessanten und mit guten Darstellern besetzten deutschen Produktionen vor allem durch seine visuell überwältigenden Qualitäten hinaus. Da THE OUTRUN schon mit großem Erfolg in Sundance gezeigt wurde, lief er zwar nur in der Panorama-Sektion statt im Hauptwettbewerb, wäre aber auf jeden Fall preiswürdig gewesen.
von Anne Wotschke

Er beruht auf dem gleichnamigen autobiografischen Roman von Amy Liptrot, mit der Fingscheidt in enger Zusammenarbeit auch das Drehbuch verfasste. Einfühlsam über wechselnde Zeitebenen hinweg schildert der Roman den Weg der Protagonistin Rona aus ihrer Alkoholsucht, der sie zurück in ihre Heimat führt. Bei ihrer Familie auf den Orkneyinseln versucht sie, den Verführungen der Großstadt London zu entkommen, muss sich dort aber anderen Dämonen ihrer Vergangenheit stellen. In der Abgeschiedenheit der Natur findet Rona die Ruhe, um zu sich zu kommen. Sie schwimmt mit den Robben im eiskalten Meer, nimmt einen Job bei einer Vogelschutzstation an, erinnert sich an die Sagen und Mythen ihrer Heimat, die ihr Erdung und Halt verleihen.

Schwarzweiß-Aufnahmen und Animationen sind weitere Stilmittel, die Fingerscheidt in ihre Erzählung einbindet, um damit das Geschehen neben den atemberaubenden Aufnahmen der rauen Landschaft aufzulockern. Allerdings machen es die Zeitsprünge dem Zuschauer auch nicht gerade leicht, der Handlung zu folgen, wobei die wechselnden Haar-Schattierungen der Protagonistin ein wenig Orientierung bieten. Einmal mehr erweist sich Saoirse Ronan als begnadete Schauspielerin, die mit ihrem eindringlichen Spiel die Handlung trägt. Sie hat den Stoff entdeckt, der sich auf Amy Liptrot Tagebücher gründet und ihn Nora Fingscheidt angetragen. “Die Tagebücher waren weniger Beschreibungen von Tageserlebnissen als vielmehr Beschreibungen von Sinneseindrücken, die immer im Kontext zur Natur standen“, erzählte Fingscheidt in Berlin. Das habe sie inspiriert, diese Geschichte einer Alkoholikerin mit starken Naturaufnahmen zu erzählen.

Neben der hervorragenden Kameraarbeit von Yunus Roy Imer, mit dem sie schon bei SYSTEMSPRENGER zusammengearbeitet hat, ist auch der Einsatz von Musik, Sounddesign und Schnitt von hoher Qualität, wobei sich die frühe Einbindung und Kooperation aller Beteiligten am Produktionsprozess positiv bemerkbar macht. Der Film wird so zu einem Gesamtkunstwerk, bei dem die Zuschauerinnen und Zuschauer Ronas Gedanken- und Gefühlswelt auch mit ihren Sinnen erfassen können.

Nora Fingerscheidt über ihren Film: „Als ich Amy Liptrots autobiografisches Buch ‘The Outrun’ zum ersten Mal las, war es Amys innerer Kampf und der nonlineare Prozess ihrer Heilung, was mich daran wirklich bewegte. Das Ganze in ein Drehbuch zu verwandeln war eine Herausforderung, denn die Geschichte an sich hat keinen spannungsgeladenen Plot, keine unerwarteten Wendungen, sondern ist sehr sanft und dabei brutal ehrlich. Die Erzählung gleitet und springt – wie Zeit und Raum, wie Robben im Wasser, wie Amys Gedanken.“


Die Düsseldorfer Filmkunstkinos sind zu Gast im VierLinden Open-Air. Gegen Abend, bei einsetzender Dunkelheit, wird die moderne Leinwand aufgepumpt. Genießen Sie nach Sonnenuntergang das einmalige Gefühl von Open Air Kino im gemütlichen Ambiente im Südpark. Ausgesuchte Top–Filme unter sternklarem Sommerhimmel!

Wir spielen übrigens bei „fast“ jedem Wetter: Ausnahmen sind Dauerregen und Gewitter- und Unwetterwarnung. Da ist uns die Sicherheit der Gäste wichtiger.

In diesen Zweifelsfällen informieren Sie sich bitte unter Tel.: 0211 / 7213134 oder ab 18.00 Uhr im Metropol (0211 / 349709).

Einlass: ab 19 Uhr
Filmbeginn: ca. 21.30 Uhr 

EINTRITT:
Regulär: 12,00 Euro auf allen Plätzen
Ermäßigt: 10,00 Euro mit dem Gilde–Pass. (Es gibt keine weiteren Ermäßigungen neben dem Gilde-Pass.)

Aufpreis bei Überlänge:

ab 130 Min. 0,50 Euro
ab 140 Min. 1,00 Euro
ab 150 Min. 1,50 Euro
ab 165 Min. 2,00 Euro
ab 180 Min. 2,50 Euro

TICKETS und Filmbeschreibungen inkl. Trailer aller Filme: www.filmkunstkinos.de