Open-Air Kino: „IN DIE SONNE SCHAUEN“

Open-Air Kino: „IN DIE SONNE SCHAUEN“

Kulturstaatlich gefördertes Kino aus Deutschland ist häufig vieles: grau und ernst, etwas steif und starr, unterkühlt und behäbig. Zudem sucht es meistens, unsere dunkle historische Vergangenheit zu bewältigen (und wie „gut“ diese Bildungsarbeit gelingt, lässt sich ja derzeit in Echtzeit beobachten …). Was man mit Kino aus Deutschland seltener assoziiert, sind Filme voller Zärtlichkeit und Poesie. Mascha Schilinski könnte nun gelingen, was zuletzt vielleicht Maren Ade vor rund einem Jahrzehnt mit „Toni Erdmann“ geschafft hat: dem deutschen Arthouse-Kino mit einer ganz eigenen, unverkennbaren Stimme neues Leben einzuhauchen. Ihr erst zweiter Spielfilm „In die Sonne schauen“ geht sanft unter die Haut und bohrt sich behutsam ins Gedächtnis – ein unvergesslicher, stiller Triumph des Subtilen.

Von der ersten Minute an liegt ein Schleier des Geheimnisvollen über dem abgeschiedenen Vierseitenhof in der Altmark, dessen Dunstkreis wir im Laufe der knapp zweieinhalb Stunden nie verlassen werden. Mit müheloser Kunstfertigkeit überblendet der Film an diesem Ort vier weibliche Schicksale in vier verschiedenen Epochen: Alma (1910er), Erika (1940er), Angelika (1980er) und Nelly (2020er). Jede der vier Protagonistinnen – ob Kind, Jugendliche oder erwachsene Frau – ist Teil eines komplexen Familiengeflechts, in dem sich die Vergangenheit der jeweils anderen in Spuren wiederfindet. Alma macht die Entdeckung, dass sie nach ihrer viel zu jung verstorbenen Schwester benannt wurde, was sie glauben lässt, für dasselbe Schicksal prädestiniert zu sein. Erika wiederum verliert sich in einer Faszination für ihren Onkel, der als einbeiniger Invalide das Bett hütet. Die rastlose und lebenshungrige Angelika hingegen will ausbrechen aus der provinziellen Enge – für sie ist der Bauernhof ein Gefängnis. Und Nelly hat mit ihrer Familie gerade den Hof bezogen, als sie von einer lang unterdrückten Last der Vergangenheit heimgesucht wird.
Ob Badetage am See, feuchtfröhliche Familienfeste, Schäkern mit dem Nachbarjungen im Stroh oder Gutenachtküsse der Mutter beim Zubettgehen – hinter jeder dargestellten Idylle verbergen sich unausgesprochene Sehnsüchte, unterdrückte Begehren, streng gehütete Geheimnisse oder verdrängter Schmerz, die sich in versteckten Blicken oder leisen Gesten andeuten. Auch die sublime Kameraarbeit trägt ihren Teil dazu bei, dass sich schon von der ersten Szene an, in der Erika ihren (vermeintlich) schlafenden Onkel intim am von Schweiß genässten Bauchnabel berührt, eine unterschwellige Spannung aufbaut. Die Kamera macht uns zu heimlichen Beobachtenden – sie lässt uns durch Schlüssellöcher spähen oder unter Türspalten hindurchblicken, während akustisch immer wieder Brücken zwischen den Zeiten geschlagen werden, etwa durch das Summen einer Fliege, das zur wiederkehrenden Metapher allgegenwärtiger Vergänglichkeit wird.
Bereits mit ihrem zweiten Spielfilm ist Mascha Schilinski zu einer Virtuosin cineastischer Synästhesie gereift. Sie versteht es, große Themen und komplexe Gefühle mit den feinsinnigsten dramaturgischen Regungen auszudrücken. „In die Sonne schauen“ ist ein assoziativ-verrätseltes Meisterinnenwerk! Zuweilen schlägt es in den Bann mit der rauen Härte eines Michael Haneke. Meistens jedoch erzählt es mit entgrenzender Schwerelosigkeit von generationenübergreifenden Traumata, weiblicher Unterdrückung, familiärer Enge, Todessehnsucht und nicht zuletzt von der Flüchtigkeit des jetzigen Augenblicks.
Vollkommen zurecht wurde dieser große Wurf unter dem Vorsitz von Juliette Binoche in Cannes mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet.


Die Düsseldorfer Filmkunstkinos sind zu Gast im VierLinden Open-Air. Gegen Abend, bei einsetzender Dunkelheit, wird die moderne Leinwand aufgepumpt. Genießen Sie nach Sonnenuntergang das einmalige Gefühl von Open Air Kino im gemütlichen Ambiente im Südpark. Ausgesuchte Top–Filme unter sternklarem Sommerhimmel!

Wir spielen übrigens bei „fast“ jedem Wetter: Ausnahmen sind Dauerregen und Gewitter- und Unwetterwarnung. Da ist uns die Sicherheit der Gäste wichtiger.

In diesen Zweifelsfällen informieren Sie sich bitte unter Tel.: 0211 / 7213134 oder ab 18.00 Uhr im Metropol (0211 / 349709).

Einlass: ab 19 Uhr
Filmbeginn: ca. 21.30 Uhr 

EINTRITT:
Regulär: 13,00 Euro auf allen Plätzen
Ermäßigt: 11,00 Euro mit dem Gilde–Pass. (Es gibt keine weiteren Ermäßigungen neben dem Gilde-Pass.)

Aufpreis bei Überlänge:

ab 130 Min. 0,50 Euro
ab 140 Min. 1,00 Euro
ab 150 Min. 1,50 Euro
ab 165 Min. 2,00 Euro
ab 180 Min. 2,50 Euro

TICKETS und Filmbeschreibungen inkl. Trailer aller Filme: www.filmkunstkinos.de

Open-Air Kino: „MARTY SUPREME“

Open-Air Kino: „MARTY SUPREME“

Ein Film über Tischtennis in den 1950er Jahren. Kann man damit ein Publikum generieren? Timothée Chalamet kann es anscheinend, jedenfalls hat MARTY SUPREME  in Amerika schon 100 Mio Dollar eingespielt und zählt damit zu den Blockbustern. Für den umtriebigen Schauspieler, der seinen Fans immer etwas Neues bieten will,  ist dies jedenfalls mal wieder eine ganz andere Rolle.

Er spielt den Schuhverkäufer Marty, arbeitet in einem Hinterhof-Laden in Manhattan und für seinen Onkel, dem der Laden gehört, ist er längst ein Star. Einen besseren Verkäufer hatte er noch nie, doch Marty hat ganz andere Pläne. Er denkt den ganzen Tag nur an Tischtennis, träumt davon, Weltmeister zu werden und will unbedingt auf das nächste Turnier in London. Doch Talent alleine reicht nicht, auch nicht, dass er jede freie Minute trainiert, er braucht Geld und für einen Sport, der in New York verächtlich Ping Pong genannt wird, Geldgeber zu finden, ist nicht leicht. Aber geht nicht, gibt es für Marty nicht. Er zündet geradezu ein Feuerwerk an Ideen, um seinem Traum näherzukommen.

Er “leiht” sich Geld aus dem Safe seines Onkels, belügt seine Mutter ebenso wie seine Freundin, schmeißt sich schamlos an eine Hollywood-Diva (Gwyneth Paltrow) ran, deren Ehemann (Kevin O’Leary) er gleichzeitig als Sponsor gewinnen will. Und tatsächlich schafft er es zum Turnier nach London, wo er sich allerdings dem japanischen Champion geschlagen geben muss. Der ist mit einem neuen Schläger mit Gummipolsterung angetreten, dessen Bälle schwer einzuschätzen sind. Marty verliert die Nerven und unterliegt knapp in einem dramatischen Endspiel.

Doch Verlieren ist nicht gerade Martys Stärke. Sein überschäumendes Temperament wird bei den Sportfunktionären gerne als Unsportlichkeit gewertet. Fortan hat er Probleme, fürs nächste Turnier zugelassen zu werden. Doch ‘Probleme’ ist Martys zweiter Vorname und auch als sein Sponsor abspringt, weil er mal wieder einen Skandal verursacht hat, ist das für ihn kein Grund aufzugeben.

Wieder zurück in New York wartet bereits die Polizei auf ihn, sein Onkel hat ihn wegen Diebstahls angezeigt und seine Freundin ist inzwischen hochschwanger. Zusammen mit einem Freund gelingt Marty die Flucht, sie steigen in einer wahren Bruchbude ab, wo Marty auf eine Weise mit dem Mafia-Boss Ezra in Kontakt kommt, wie wir es im Kino noch nicht gesehen haben. Marty erkennt trotz des ruppigen Erstkontaktes schnell die weiche Stelle des sonst so harten Gangsters. Die Odyssee geht also weiter, führt uns von der Lower East Side über London, Paris, Tokio bis Kairo und wieder zurück nach New York. Dabei entwickelt der Film ein Tempo, das dem der geschmetterten Tischtennisbälle gleichkommt und für permanente Atemlosigkeit sorgt.

Regisseur Josh Safdie entwickelte bereits als Kind eine Leidenschaft für Tischtennis, doch im New York der 1950er Jahre war man damit bestenfalls ein exzentrischer Außenseiter. Erst als seine Frau in einem Bookshop die Biografie des legendären Tischtennisspielers und Lebemanns Marty Reisman fand, flammte seine Leidenschaft wieder auf und inspirierte ihn zu einem überbordenden Drehbuch, das eine Figur entstehen ließ, die über jede reale Vorlage hinauswuchs: Marty ist ehrgeizig und phantasievoll, egozentrisch und doch liebenswert, hartnäckig und begabt, ein Gauner und Romantiker zugleich. „Martys Glaube an seinen Traum beruht auf Selbstvertrauen – aber am Ende ist es der Glaube anderer an ihn, der wirklich zählt“, sagt Safdie, der bei seinem Protagonisten gleich an Timothée Chalamet denken musste. Den hatte er bei den Dreharbeiten zu YOU CAN CALL ME BY YOUR NAME kennengelernt. Seitdem sind die beiden befreundet: “Timothées Leidenschaft für seine Schauspielkarriere erinnerte mich an Martys Leidenschaft für Tischtennis”.


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Ermäßigt: 11,00 Euro mit dem Gilde–Pass. (Es gibt keine weiteren Ermäßigungen neben dem Gilde-Pass.)

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ab 130 Min. 0,50 Euro
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Open-Air Kino: „A SAD AND BEAUTIFUL WORLD“ – Premiere mit Gästen

Open-Air Kino: „A SAD AND BEAUTIFUL WORLD“ – Premiere mit Gästen

Mit A SAD AND BEAUTIFUL WORLD gelingt dem Regisseur Cyril Aris eine einzigartige Liebesgeschichte, die meisterhaft zwischen Lachen und Weinen wandert und einen unerschütterlichen Überlebensgeist verkörpert: Humor als Antwort auf eine Welt, die aus den Fugen geraten ist.

Liebe in unruhigen Zeiten: Nino und Yasmina werden im selben libanesischen Krankenhaus, am selben Tag und nur Sekunden nacheinander geboren, ohne zu ahnen, dass sich ihre Lebenswege für immer miteinander verweben werden. Im ewigen Chaos Beiruts werden sie Kindheitsfreunde, verlieren sich aus den Augen, nur um sich Jahrzehnte später durch einen Zufall wiederzutreffen und Hals über Kopf zu verlieben. Nino betreibt mittlerweile das Restaurant seiner Familie mit ansteckender Lebensfreude, die desillusionierte Karrierefrau Yasmina würde am liebsten nach Europa auswandern. In ihrer Gegensätzlichkeit findet das Paar echte Seelenverwandtschaft. Als Yasmina aber unerwartet schwanger wird, erlebt ihre junge Liebe eine Zerreißprobe. Während Nino sein Vaterglück kaum fassen kann, plant Yasmina, das Land zum Wohl ihrer Tochter endgültig zu verlassen…


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Open-Air Kino: „DER HELD VOM BAHNHOF FRIEDRICHSTRASSE“

Open-Air Kino: „DER HELD VOM BAHNHOF FRIEDRICHSTRASSE“

Deutsch-deutsche Legendenbildung: Wunderbarer satirischer Abschluss des nach dem Dreh verstorbenen deutschen Kultregisseurs Wolfgang Becker (GOOD BYE, LENIN!), in dem es zwar irgendwie wieder um die DDR geht, aber dann doch ganz anders…

In den späten 2010er Jahren betreibt Micha eine erfolglose kleine Videothek in Berlin, in der er notgedrungen auch wohnt, als plötzlich ein Journalist bei ihm auf der Matte steht und ihn interviewen will: Wie sich herausstellt, interessiert den Medienmenschen die Videothek herzlich wenig, es geht um Michas Vergangenheit bei der Bahn in der DDR. Hier hat er einst eine Weiche falsch gestellt, wodurch ein ganzer Zug versehentlich in den Westen rollte, und das macht ihn in den Augen einer großen Illustrierten zum Helden, dessen Geschichte sie anlässlich des 30jährigen Mauerfalls unbedingt erzählen möchte. Anfangs wenig interessiert, lässt Micha sich vom Geld verlocken und, ehe er sich versieht, sitzt er in Talkshows und muss die vom Journalisten erfundene Lügengeschichte, in der er das Ganze von langer Hand geplant hatte, immer weiter ausbauen. Dabei lernt er auch Paula kennen, der er damals versehentlich zur Flucht verholfen hat, und zwischen ihnen funkt es gewaltig. Leider ist sie inzwischen Staatsanwältin und als solche ausgerechnet auf Hochstapler spezialisiert…

In seinem letzten Film widmet sich Wolfgang Becker noch einmal dem Themenkomplex seines größten Erfolges GOOD BYE, LENIN!, macht aber gottlob alles andere als einfach eine weitere DDR-Komödie, sondern beschäftigt sich ganz meta mit der Frage, wie wir die DDR eigentlich erzählen. Als Mediensatire erinnert sein Film dabei im besten Sinne an Helmut Dietls SCHTONK! (1992) über die gefälschen Hitler-Tagebücher im Stern. Hier wie dort bekommen die gewissenlosen Medienbetriebe, die einfach auf die schnelle große Story aus sind, selbstredend ihr Fett weg. Doch der Ton ist bei Becker versöhnlicher, trotz allem Augenzwinkern: Letztlich geht es hier auch um unsere Sehnsucht nach guten Geschichten, die einen Sinn stiften im Leben, fast egal, ob sie wahr sind oder nicht – eine Sehnsucht, die uns nicht zuletzt auch ins Kino treibt: “Wenn die Legende zur Tatsache geworden ist, druck die Legende,” heißt es in John Fords Westernklassiker DER MANN, DER LIBERTY VALANCE ERSCHOSS – ein Film, den Micha sicher auch kennt: Nicht umsonst betreibt er ausgerechnet eine Videothek und wird von vornherein als Filmnerd eingeführt, und nicht umsonst spielt auch Becker auf allen Ebenen mit Filmklischees: vom märchenhaften Off-Erzähler, der zu erkennbarer Modelleisenbahn am Anfang die Vorgeschichte erzählt, bis hin zum kitschigen Happy End, das Becker formvollendet humorvoll dekonstruiert (wobei er die zentrale Nebenrolle sogar selber spielt).

Neben ihm und dem zuverlässig charmant verkaterten Charly Hübner in der Hauptrolle, gibt sich eine ganze Reihe deutscher Stars die Ehre, die zum Teil nicht zuletzt durch seine Filme bekannt geworden sind, fast wie um ihn zu verabschieden: Christiane Paul als anlehnungsbedürftige Staatsanwältin, Jürgen Vogel als Regisseur eines Werbespots für Veggie-Würstchen, Daniel Brühl als Micha-Darsteller in der geplanten Serie, aber auch Thorsten Merten als frustrierter Alt-Linker und Peter Kurth als abgebrühter Ex-Stasi-Mann. Sie alle machen den Film zu einer großen deutschen Komödie mit Tiefgang.

Zum Start des Films und zum Tod von Wolfgang Becker zeigen wir eine kleine Werkschau im Metropol (klick).

Eindrücke von der Sondervorstellung mit Charly Hübner im Cinema gibt es hier (klick).


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Open-Air Kino: „DAS DRAMA – Noch mal auf Anfang“

Open-Air Kino: „DAS DRAMA – Noch mal auf Anfang“

Die Buchhändlerin Emma (Zendaya) und der Museumsdirektor Charlie (Robert Pattinson) aus London wirken wie das perfekte Paar. Doch je näher ihre Traumhochzeit rückt, desto deutlicher zeigen sich die Risse – und stellen die Vorstellung von Liebe in unserer Zeit infrage. Eine unerwartete Enthüllung wirft nicht nur die Hochzeitsplanung aus der Bahn, sondern alles, was sie übereinander zu wissen glauben.

Der norwegische Regisseur Kristoffer Borgli, bekannt für die Tragikomödie SICK OF MYSELF und sein englischsprachiges Debüt DREAM SCENARIO, bewegt sich auch in seinem dritten Spielfilm wieder zwischen den Tonlagen. DAS DRAMA verbindet Elemente aus Liebesfilm, RomCom, schwarzer Komödie und Psychodrama und bleibt dabei bewusst schwer einzuordnen – genau darin liegt der Reiz seiner Filme und macht ihn zu einem spannenden Filmschaffenden der Gegenwart.
Mit Robert Pattinson und Zendaya erstmals gemeinsam vor der Kamera, ist das Interesse entsprechend groß. Viel ist über den Film noch nicht bekannt, die Erwartungen sind trotzdem hoch – auch, weil auf DAS DRAMA mit DUNE 3 und DIE ODYSSEE zwei weitere Großprojekte folgen, in denen die beiden auf der großen Leinwand zu sehen sein werden. Schon länger liegt ein besonderer Fokus auf ihrem Zusammenspiel – ähnlich wie im vergangenen Jahr bei Pattinson und Jennifer Lawrence mit ihrem Film DIE MY LOVE.


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Einlass: ab 19 Uhr
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EINTRITT:
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Open-Air Kino: „AMRUM“

Open-Air Kino: „AMRUM“

AMRUM beruht auf den Kindheitserinnerungen von Hark Bohm (NORDSEE IST MORDSEE). Er hat das Drehbuch zusammen mit seinem Freund Fatih Akin geschrieben – wie sie es schon bei AUS DEM NICHTS gemacht haben und Diane Kruger, die dafür 2017 hier als beste Schauspielerin geehrt wurde, ist auch wieder mit von der Partie. “Irgendwann wurde Hark der Stoff zu persönlich und kam ihm so nahe, dass er mich gebeten hat, an seiner Stelle die Regie zu übernehmen”, berichtete Fatih Akin bei der Premiere in Cannes und nannte AMRUM seinen ersten Hark Bohm-Film.

Erzählt wird die Geschichte des kleinen Manning, der während des 2. Weltkrieges mit seiner Mutter, deren Schwester und seinen Geschwistern in einem großen Haus auf Amrum lebt. Sein Vater dient an der Front, und seine Mitschüler akzeptieren ihn nicht als Amrumer, weil er aus Hamburg gekommen ist, als dort die Gymnasien geschlossen wurden. Gescheit an diesem Film ist der rote Faden: Mannings Mutter ist hochschwanger und reichlich depressiv. Das Kriegsende zeichnet sich ab, was für die stramme Nazi-Familie keine gute Nachricht ist, und so verweigert sie jede Nahrung und verlangt nach einem Weißbrot mit Butter und Honig, wohlwissend dass diese Lebensmittel auf Amrum nicht zu besorgen sind. Dennoch ist Manning fest entschlossen, seiner Mutter diesen Wunsch zu erfüllen. Er nimmt Kontakt auf zu allen Leuten, die ihm die nötigen Zutaten besorgen können und recherchiert dabei unbewusst seine eigene Familiengeschichte, versteht warum sein Onkel nicht mit ihm reden will und kommt hinter ein dunkles Familiengeheimnis, das für ihn eine große Enttäuschung ist. Ihm wird klar, dass es Zeit ist erwachsen zu werden und seinen eigenen Weg zu gehen.


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Einlass: ab 19 Uhr
Filmbeginn: ca. 21.30 Uhr 

EINTRITT:
Regulär: 13,00 Euro auf allen Plätzen
Ermäßigt: 11,00 Euro mit dem Gilde–Pass. (Es gibt keine weiteren Ermäßigungen neben dem Gilde-Pass.)

Aufpreis bei Überlänge:

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Open-Air Kino: „ONE BATTLE AFTER ANOTHER“

Open-Air Kino: „ONE BATTLE AFTER ANOTHER“

Filmemacher Paul Thomas Anderson ist bekannt für diverse Meisterwerke u.a. THERE WILL BE BLOOD oder seinem letzten Film LICORICE PIZZA. Seinen neuen Film – ein episches Drama – inszeniert er als fesselnden Mix aus Thriller, Action und Charakterstudie. Von Filmfestspielen hält er nicht soviel, weswegen die Einladung in den Wettbewerb von Venedig ausschlug.

Mitglieder einer Widerstandsgruppe namens „French 75“ stürmen ein Gefängnis der ICE und befreien innerhalb weniger Minuten über 200 Häftlinge. Sechzehn Jahre später in der Wüstenstadt Baktan Cross. Der heruntergekommene, ehemalige Revoluzzer Bob Ferguson alias „Ghetto Pat“ vermeidet es tunlichst, ein Handy zu benutzen, da er in ständiger Angst lebt, dass Colonel Steven J. Lockjaw ihn immer noch umbringen will. Inzwischen ist Lockjaw dem „Christian Adventurer Club“ beigetreten, einer Miliz aus weißen Rassisten. Für die Vollmitgliedschaft ist eine Hintergrundüberprüfung erforderlich. Lockjaw hat eine 16-jährige Tochter, von der er nie jemandem erzählt hat und nun zur Belastung wird…

Mit Leonardo DiCaprio, Sean Penn, Benicio del Toro und Teyana Taylor in starken Rollen entfaltet sich eine Geschichte von Loyalität, Vergeltung und den Grenzen von Freundschaft. ONE BATTLE AFTER ANOTHER ist ein intensives, bildgewaltiges Kinoerlebnis, das Andersons feines Gespür für komplexe Figuren, moralische Ambivalenz und erzählerische Dichte unter Beweis stellt.


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EINTRITT:
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Aufpreis bei Überlänge:

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Open-Air Kino: „FERRIS MACHT BLAU (zum 40. Jubiläum)“

Open-Air Kino: „FERRIS MACHT BLAU (zum 40. Jubiläum)“

Mit fetzigen Dialogen und ironischen, ans Kinopublikum gerichteten Kommentaren veredelte John Hughes das Genre der Highschool-Komödie zum anspielungsreichen In-Group-Vergnügen voller Verweise auf Platten, Filme und Moden, die Erwachsenen unerschlossen bleiben mussten. Gedreht an der von Hughes selbst besuchten Glenbrook North High School, ist der Film eine Hommage an seine Stadt Chicago und stellt den Konservatismus einer lokalen Upper Class heraus.

Ferris Bueller fehlt jetzt schon zum neunten Mal in diesem Schuljahr! Seinen Eltern eine Krankheit vorzugaukeln, ist dabei die leichteste Übung, schwieriger hingegen, Schuldirektor Rooney auszutricksen, der entschlossen ist, den notorischen Schwänzer zu überführen. Doch kommt er immer einen Tick zu spät, während Ferris mit seinem Buddy Cameron und seiner Freundin Sloane in einem von Camerons Vater „geliehenen“ roten Ferrari durch Chicago gondelt, prächtig diniert, ein Baseballspiel besucht, die Börse und die Steuben-Parade aufmischt. Und auch in der Villa der Buellers wird Rooney nicht fündig. Stattdessen bekommt er es mit deren Rottweiler zu tun…

Die libanesische Regisseurin Nadine Labaki (CAPERNAUM) über den Film: „Ferris Bueller’s Day Off war einer dieser Filme, die ich als Jugendliche unzählige Male gesehen habe, vor allem an jenen Tagen, an denen wir wegen des Krieges das Haus nicht verlassen konnten. Und ich fühlte mich magisch angezogen von allem, wofür Ferris Bueller stand: Freiheit, Regelbruch, gegen die Norm zu leben und zu denken, und für alles eine originelle Alternative auf Lager zu haben. Der Film erzählte von einer Rebellion gegen das System, und ich habe den Status quo schon immer infrage gestellt. Und deswegen liebe ich diesen Film so sehr: Weil es um Rebellion geht, darum, sich an den herrschenden Verhältnissen zu reiben.“ (Berlinale Retrospektive „Young at Heart – Coming of Age at the Movies“ 2023)


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Einlass: ab 19 Uhr
Filmbeginn: ca. 21.30 Uhr 

EINTRITT:
Regulär: 13,00 Euro auf allen Plätzen
Ermäßigt: 11,00 Euro mit dem Gilde–Pass. (Es gibt keine weiteren Ermäßigungen neben dem Gilde-Pass.)

Aufpreis bei Überlänge:

ab 130 Min. 0,50 Euro
ab 140 Min. 1,00 Euro
ab 150 Min. 1,50 Euro
ab 165 Min. 2,00 Euro
ab 180 Min. 2,50 Euro

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Open-Air Kino: „CHÉRIE ICH KOMME – Die Erfindung der Lust“

Open-Air Kino: „CHÉRIE ICH KOMME – Die Erfindung der Lust“

Zwanzig Jahre Ehe, eine Liebe, die trägt – und ein Geheimnis, das alles verändert. Nach einer wahren Geschichte legt die Regisseurin Reem Kherici, Fachfrau für französische Publikumshits, einen Komödienkracher hin, dem ein echter Coup gelingt: jenseits von Vulgarität erzählt CHÉRI, ICH KOMME! – DIE ERFINDUNG DER LUST sehr empfindsam und dennoch voller Humor von der Erneuerungskraft der Liebe.

Fanny und Tom sind seit über 20 Jahren glücklich verheiratet. Tom, ein Ingenieur mit Perfektionismus-Passion, tüftelt am liebsten an Erfindungen. Doch weder seine im Dunkeln leuchtenden Hausschuhe noch das Kreditkartenglücksrad haben es zum Prototypen geschafft. Die Familienkasse ist leer, das Haus samt geliebter Werkstatt soll verkauft werden. Es könnte insgesamt besser laufen, als ihm eines Tages Fanny ein Geheimnis anvertraut: sie hatte noch nie in ihrem Leben einen Orgasmus. Inspiriert von ihrer extrem engagierten Sexualtherapeutin will sie das nun dringend ändern und entsprechend ins Training einsteigen. Tom ist schockiert, doch was folgt, ist keine Krise, sondern ein Pakt. Der Ingenieur nimmt die Sache selbstverständlich persönlich – und wörtlich. Er will ein Gerät entwickeln, das die weibliche Lust zelebriert. Doch dafür braucht er seine Frau, die die Richtung vorgibt. Was als absurde Idee beginnt, wird zu einer abenteuerlichen Expedition zweier Komplizen im Auftrag der Libido: Fanny und Tom forschen, lachen, scheitern, streiten, flüchten vor der Polizei, klauen ihrer Tochter den gesamten Drogenvorrat und entdecken einander und ihre Liebe völlig neu. Gemeinsam entwickeln sie ein Objekt, das Geschichte schreiben wird.
Eine sehr bewegende und hinreißend witzige Geschichte über eine große Liebe, die sich traut, Fragen zu stellen – und ein Paar, das bereit ist, neue Antworten zu finden.


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Kunst Gegen Bares – Sommeredition

Kunst gegen Bares – Sommeredition

Sommer, Sonne, Kunst Gegen Bares!

Bei schönstem Wetter laden wir euch ein, düsseldorfs einzigartige offene Bühne unter freiem Himmelszelt zu erleben.

“Kunst gegen Bares” ist im Grunde die Muppet Show, nur mit Menschen statt mit Schweinen, Fröschen, Hunden und Bären. Alles nach dem Motto von Onkel Kermit: „Nimm, was Du hast und flieg damit!“

Mit „Kunst gegen Bares“ etablierte Gerd Buurmann am 1. Januar 2007 in Köln eine wöchentliche Offene-Bühne-Show mit direkter Zuschauerbeteiligung.

Jede Künstlerin und jeder Künstler, so die Idee, erhält ein Sparschwein, in das das Publikum nach der Vorführung Geld einwirft. Bemes-sungsgrundlagen sind dabei ausschließlich Geschmack und Vermögen der einzelnen Zuschauer. Dennoch ist „Kunst gegen Bares“, obwohl sie auf die direkte Bezahlung durchs Publikum setzt, nicht zu einer flachen Unterhaltungsmaschine verkommen. Im Gegenteil: Gerade auch das Sperrige und Eckige wird mit Begeisterung goutiert und entlohnt. Das Publikum ist eben doch besser als sein Ruf!

Die sieben Regeln für „Kunst gegen Bares“:

1. Zuschauer und Künstler kommen den selben Weg und sitzen zusammen im Publikum.
2. Die Künstler werden von der Moderation aus dem Publikum auf die Bühne geholt.
3. Die Präsentationszeit muss für alle Künstler gleich beschränkt sein.
4. Jeder Künstler erhält nach der Präsentation ein Sparschwein.
5. Das Publikum wird aufgefordert, die erlebte Kunst durch Geldeinwurf in die jeweiligen Sparschweine zu honorieren.
6. Das Geld in den Sparschweinen geht zu 100 % an die Künstler.
7. Der Künstler oder die Künstlerin mit dem meisten Geld wird zum “Kapitalistenschwein des Abends” gekürt.

Mittlerweile ist die “Kunst gegen Bares” in ganz Deutschland zu Hause. Regelmäßige Veranstaltungen finden in Bonn, Leverkusen, Stuttgart, Heidelberg, Mannheim, Trier, Lübeck, Halle und Hamburg statt, aber auch im spanischen Palma gibt es bereits einen Ableger.

EINTRITT: 7 Euro Early-Bird inkl. Gebühren / 8 Euro Normal inkl. Gebühren / 9 Euro Abendkasse

Einlass: 19:00 Uhr
Beginn: 20:00 Uhr

TERMINE: jeden Mittwoch Open-Air vom 17.06. bis 09.09.2026

TICKETS: TICKETS hier entlang!